Afghanistan

Willkommen bei der 'Würselener Initiative für den Frieden'!

Unser Hauptaugenmerk gilt dem völkerrechtswidrigen Krieg in Afghanistan.          Wir fordern den sofortigen Beginn des Abzugs der Bundeswehr aus Afghanistan!

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Offener Brief an alle Bundestagsabgeordneten

4 Fragen an alle MdBs zur Verlängerung des Afghanistan-Mandats der Bundeswehr (s. Anhang) - per Email abgeschickt  am 24.11. 2009 -

Was kümmert Müllers der Hindukusch?

Ein Beitrag von Prof. Dr. Andreas Buro für die Kooperation für den
Frieden
, 06.09.2009


Am 11. 9. 2001 haben Al Quaida Terroristen zwei Passagierflugzeuge in die Twin-Towers des World Trade Centers in New York gesteuert und so über 3 000 Menschen ermordet. Die hoch komplexe Terroraktion wurde in den USA und Europa – nicht zuletzt in Deutschland - vorbereitet und in den USA ausgeführt.

Knapp einen Monat später vor acht Jahren am 7. 10. 2001 begann vorwiegend die US-Armee im Bund mit Warlords und Opium-Baronen aus dem nicht-paschtunischen Norden Afghanistans den Krieg gegen die Taliban-Regierung in Kabul und stürzte diese schnell. Zur Erinnerung: Die Taliban, rigorose Islamisten, die sich vorwiegend auf das Mehrheitsvolk der Paschtunen stützen, waren zuvor mit Hilfe des pakistanischen Geheimdienstes, gefördert durch die USA, an die Macht gekommen.

Inzwischen spielen die simplen Ausbildungsstätten von Al Quaida und die Organisation selbst in Afghanistan nur noch eine bescheidene Rolle. Der westliche Interventionskrieg wird vorwiegend gegen den afghanischen Widerstand geführt, der in unserer Medien unzutreffender Weise unter dem Sammelbegriff Taliban abgehandelt wird. Es sind viele unterschiedliche Gruppierungen, die den Widerstand tragen. Schließlich wird Afghanistan seit nunmehr fast 200 Jahren von den Kolonialmächten England und Russland, im Ost-West-Konflikt von grausamen Stellvertreterkriegen und nun erneut von USA und NATO mit Krieg überzogen. Nicht zuletzt deshalb ist Afghanistan eines der ärmsten Länder der Erde. Viele Menschen dort hungern.
Müllers fragen sich zu Recht, wie übrigens auch viele Generäle, was ist  eigentlich das Ziel dieses Krieges?

Was hat er noch mit dem Angriff auf die Twin-Towers zu tun? Wird am Hindukusch tatsächlich unsere Freiheit verteidigt, wie ein ehemaliger deutscher Kriegsminister behauptete, während der deutsche Innenminister tatkräftig an der Einschränkung von Freiheitsrechten in Deutschland arbeitete? Führen wir wirklich diesen Krieg, um Afghanistan Demokratie zu bringen? Dazu arbeitet der Westen mit den vielen korrupten Warlords und Opiumbaronen zusammen, die in Kabul in gut gesicherten Supervillen wohnen und Regierungsämter bekleiden, aber sicher nichts mit Demokratie im Sinne haben. Müllers – und über 60% der Deutschen können das nicht
begreifen – zu Recht! Die massiven Fälschungen bei den aktuellen Präsidentenwahlen
werfen erneut ein Schlaglicht auf die Haltlosigkeit der westlichen Kriegsbegründung.

Was Müllers nicht wissen

Die Kriegspläne gegen Afghanistan waren längst vor dem 11.9.2001 in den USA ausgearbeitet worden.

Auch vor dem 11.9.2001 hatte man aus den USA den Taliban Verträge für den Bau von Pipelines vorgelegt. Diese erschienen der Regierung in Kabul so ungünstig, dass sie ablehnte. Daraufhin sollen hohe US-Repräsentanten gedroht haben: Ihr könnt einen Teppich aus Geld bekommen, oder einen Bombenteppich.

Der mörderische Angriff auf die Twin-Towers ließ dann den westlichen Angriffskrieg auf Afghanistan für so manche berechtigt erscheinen, obwohl Kabul bereit war, Osama Bin Laden, das Oberhaupt von Al-Quaida, an ein internationales Gericht auszuliefern. Washington lehnte ab und forderte eine Auslieferung an die USA.

Doch Müllers verstehen noch immer nicht, warum die NATO dort weiter bombt

Pressemitteilung zur Podiumsdiskussion am 25. 8. 09

„Täglich schlittert Deutschland tiefer in den von den USA angezettelten mörderischen Krieg in Afghanistan,“ beklagt Dr. Ansgar Klein, Sprecher der 'Würselener Initiative für den Frieden' die militärische Eskalation. „Mit der neuen 'Taschenkarte' hat die Bundeswehr in Afghanistan nun die Lizenz zum Töten, auch wenn sie nicht angegriffen wird“, fährt Klein fort. „Die Taschenkarte, die das Verhalten der Soldaten im Einsatz regelt, ist kürzlich  der verschärften Lage am Hindukusch angepasst worden.“ (vgl. AN vom 28.7.09).